Latein-ExkursioninsRömerhausinWalheim
23.7.2026

Um 9:45 Uhr trafen wir uns am Bahnhof in Marbach, da wir die S-Bahn nach Ludwigsburg nehmen wollten, und stiegen dort dann mit etwas Verspätung in die Regionalbahn nach Walheim um. Nach einem kurzen Spaziergang erreichten wir das Römerhaus.
Das Museum ist aus Holz gebaut, das Römerhaus aus Stein. Vor diesem befindet sich eine imposante Säule, die Jupitergigantensäule, die in früherer Zeit noch Farben aufwies, aber heute farblos ist, und auf der viele verschiedene Götter abgebildet sind. Bei der Führung erfuhren wir dann viel Neues über die Römer, beispielsweise über deren Ernährung. Viele heutige Lebensmittel gab es damals tatsächlich noch nicht in Europa, zum Beispiel die Paprika oder die Kartoffel; sie wurden er später eingeführt. Dazu lernten wir noch etwas über die Essensbräuche der Römer. Zum Beispiel wurde damals sonntags ein großes Essen veranstaltet. Anschließend gingen wir um die Ausgrabungen herum und lernten verschiedene Alltagsgegenstände aus Küche und Badezimmer kennen.

Dann betraten wir einen Steg, der sich über dem richtigen, originalen Römerhaus befand. Dort wurde uns erklärt, wie die Heizung der Römer funktionierte, nämlich, indem in einer Nische Feuer gemacht und so der angrenzende Raum und dessen Boden erhitzt wurden. In dem Raum mit der Nische war früher vermutlich die Küche mit einer Backstube. Das altertümliche Gebäude hatte sogar eine eigene Zufahrt und weitere Räumlichkeiten, über die wir von dem Steg aus einen guten Überblick hatten. Darauf folgte für die meisten der Höhepunkt: Wir durften den Keller des viele hunderte Jahre alten römischen Hauses betreten. Die Temperatur im Keller war deutlich kühler, und es war sehr besonders, in diesem antiken Raum zu stehen und alles aus nächster Nähe zu sehen.

Danach wurden wir durch die Sonderausstellung über römische Mode und Kosmetik geführt. Kurz wurde auf die verschiedenen Gewänder unterschiedlicher sozialer Schichten im Römischen Reich, die sich in Farben und Pracht unterschieden, eingegangen, als wir uns auch schon der Kosmetik des alten Zeitalters widmeten. Dabei lernten wird, dass beispielsweise Lidschatten aus gemahlenen Steinen und Lippenstift aus Läusen hergestellt worden war, und dass es bereits Perücken gab. Römerinnen hatten meist dunkles Haar; deshalb waren blonde Perücken, zum Beispiel aus dem Haar von Germaninnen, sehr gefragt. Schließlich waren wir am Ende der informativen Führung und hatten noch die Möglichkeit, Rückfragen zu stellen. Wir verließen das Museum, schossen noch ein Abschlussbild und brachen wieder nach Marbach auf. Für uns alle war es ein sehr spannender und lehrreicher Ausflug.
Alice und Sofia, Kl. 7c




